Die Zigarette

Selbstgestopfte Zigaretten im EtuiErst mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus gelangte der Tabak von Amerika in Europa. Bevor wir Europäer Tabakpflanzen kannten, war deren Anbau und der Konsum der Produkte dieser Pflanze sowohl in Südamerika wie auch in Nordamerika bekannt. Wobei die Tabakpflanze nicht der einzige Import aus der neuen Welt war. Auch die Kartoffel war zuvor bei uns unbekannt.

Christoph Kolumbus entdeckte Amerika 1492. Bis der Tabak dann nach Europa kam, dauerte es einige Jahre und bis daraus die heute bekannte Zigarette wurde, sogar einige Jahrhunderte. Ihren Namen bekam die Zigarette erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Zigarette entsteht erst um 1850

Auf die Idee aus Resten von Tabak und unter zur Hilfe Name von Papier etwas zu Formen, was unserer heutigen Fluppe gleicht, kam man in den Tabak verarbeitenden Fabriken in Spanien und Frankreich allerdings erst um 1850. Solche Zigaretten waren wohl die Urahnen unserer heutigen Zigaretten. Diese Urzigarette war also ein Nebenprodukt bei der Zigarren Herstllung gewesen. Und so wurde diese Zigarette auch zunächst von Arbeiterinnen dieser Fabriken geraucht, denn diese waren deutlich preiswerter als Zigaretten.

Nach Deutschland kam die Zigarette dann über St. Petersburg. Ein Joseph Huppmann (1814-1897) der in eben St. Petersburg (Russland) eine Zigarettenfabrik betrieb eröffnete 1861 eine Filiale in Dresden. Die erste eigenständige deutsche Zigarettenfabrik (Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik Yenidze) wurde in Deutschland 1862 in Dresden eröffnet.

Nach dem Ersten Weltkrieg bildeten sich die heute bekannten, großen Tabakkonzerne. In Deutschland überwog bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch die Herstellung in Handarbeit in kleinen und mittleren Betrieben, während in den Vereinigten Staaten die maschinelle Herstellung schon weiter verbreitet war.

Heute verhindert ein Filter zwischen Tabak und Raucher, dass zum einen Tabakkrümel den Genuss schmälern und zum anderen soll dieser Filter einige Schadstoffe fernhalten. Wobei es auch Argumente gegen den Filter gibt, denn von diesem können sich, so seine Kritiker, feinste Bestandteile lösen, die ebenfalls gesundheitlich gefährdend seien. Allerdings brauchen sich Raucher nichts vormachen (und die meisten sind sich der Gefahr auch bewusst), auch mit Filter sind Zigaretten äußerst ungesund. Weswegen viele Raucher nicht nur insgeheim hoffen, irgendwann mit dem Rauchen aufzuhören. Weswegen auch Bücher wie Endlich Nichtraucher einer großen Beliebtheit erfreuen.

Zigaretten bei uns sehr beliebt

Zigarren werden bei uns seltener geraucht und auch Pfeife rauchende Menschen sieht man eher seltener. Auch das Tabak schnupfen und kauen ist nicht gerade weit verbreitet und so kann man sagen, dass die Zigarette wohl das am häufigsten konsumierte Tabakerzeugnis bei uns ist. Da Zigaretten aber nicht nur in Deutschland meist mit hohen Steuern belegt sind, müssen sich Raucher oftmals etwas einfallen lassen, um ihre Sucht zu befriedigen. In Deutschland werden fertige Zigaretten anders besteuert als Tabak und Hülsen, daher ist es eine gute Möglichkeit um Geld beim Rauchen zu sparen, wenn man seine Zigaretten selbst stopft oder auch selbst dreht. Für das Drehen gibt es Rollboxen als Hilfsmittel (Rollbox von Gizeh), für das selber Stopfen entsprechende kleine Handstopfgeräte (Stopfmaschine von Gizeh).

1912 lag der Anteil des Zigarettenverbrauchs am Gesamttabakverbrauch noch bei nur 13 Prozent. 1954 waren es schon 73 Prozent.

Andere Namen für Zigarette

Fluppe, Glimmstängel, Sargnagel sind nur drei sehr bekannte andere Namen für die Zigarette. Manchmal wird auch netterweise darauf hingewiesen, dass es sich eben um eine Zieh-garette und nicht um eine Blasarette handeln würde.

Weitere Namen für diese Rauchware sind: Zigi, Giftnudel, Kippe, Lulle, Lusche, Ziggi, Zise … Es gibt aber sicherlich noch weitere Synonyme bzw. umgangssprachliche Ausdrücke für die Zigarette.
In Österreich sagt man auch Tschick zur Zigarette.

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